Ein langer Winter liegt nun hinter uns. 7 Wochen lang waren alle Strapazen vergessen und unter einer geschlossenen Schneedecke versteckt. Nun ist die weiße Pracht getaut und zum Vorschein kommt eine große Überraschung.

Wir werden Wachau verlassen.

Jetzt, nach ein paar Monaten Ruhe; Ruhe um den ganz normalen Alltag wiederzufinden, um zu arbeiten, jetzt steht schon die nächste Herausforderung an. Der Teppich, den wir gebaut haben, muss fliegen lernen. Da haben wir uns ganz schön was vorgenommen. Es stellt sich die Frage ob wir die 20 km Fahrstrecke wirklich in einem Stück bewältigen können. Jede Neigung auf der Straße kann den 4,10m hohen Hänger in eine ernstzunehmende Schieflage bringen. Darum untersuchen wir die Strecke, lernen ihre engen Kurven kennen, ihre Bodenwellen und schrägen Neigungen.

Die wichtigste Frage lautet daher:

Wer traut es sich zu, für uns diesen Transport in einem Stück zu fahren?

“Ich lese immer: “In einem Stück, in einem Stück” wie sollte er denn sonst transportiert werden?…
Ach du heilige …- ihr wollt den doch nicht wieder auseinander bauen oder?” – Wer spricht da überhaupt?

In jedem Fall ist es schade, dass wir nicht hier bleiben können. Der Wunderland e.V. hat uns mit einzigartigen Menschen bekannt gemacht, die wir als Nachbarn sehr vermissen werden. Gleichzeitig wird dieser Ort so zur Startrampe in ein gemeinschaftliches Zusammenleben, wie wir es uns wirklich vorstellen. Vor uns, am Horizont, taucht plötzlich eine sehr verlockende Insel auf. Kurs setzen!

Das Abenteuer hat gerade erst begonnen.

Bild: KUNG