Der Wagen ist wieder leer

Die kleine Terrasse ist wieder abgebaut. Nackt wartet unser Heim auf seine Überführung. Mit dem Traktor vom Wunderland ziehen wir unseren Wagen über die matschige Einfahrt und durch das schmale Tor auf die öffentliche Straße. Hier warten wir die Nacht ab, parken vor der Halle der Schausteller.

Wir sind unglaublich aufgeregt und versuchen noch ein paar Stunden im Wagen zu Schlaf zu kommen. Immer wieder stehen unsere neuen Nachbarn mit Gästen in ihrem Vorgarten.: „Nanu, da steht ja ein Haus. Das war aber vorhin noch nicht da. Schöne Fenster. Hat ne zwansch hinten dran…“

5 Uhr. Der Wecker klingelt. Wir sammeln uns nochmal um eine warme Tasse Tee, hängen unsere Wohnung an den Radlader und die Fahrt beginnt. So wie ein Schlepper auf einem Kanal gemütlich entlang gleitet, schlängeln wir uns gemächlich die Landschaft entlang. An den Windmühlen vorbei auf der leeren Straße verlassen wir Wachau in Schrittgeschwindigkeit. Beschützt von drei Begleitfahrzeugen tuckerten wir in zwei Stunden 20 Kilometer durch den ruhigen Sonntag Morgen und erreichen schließlich unseren neuen Wohnort.

Ein paar Stunden später waren alle Kisten wieder ausgepackt und jedes Ding an seinem angestammten Platz. Alles sieht genau so aus wie vorher, doch wenn ich aus dem Fenster schaue, dann sehe ich einen kleinen Bach am Waldrand, grasende Pferde und eine alte Mühle im Dornröschenschlaf.

Diese Überführung wäre undenkbar gewesen ohne die Unterstützung von den großartigsten Freunden, die man sich vorstellen kann. La Crème de la Crème de Solidarité. Wir danken euch von Herzen für dieses Wunder.

So lernt der Teppich wirklich fliegen.

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