DDR-Fortschritt wie neu

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er Männertag, was ist das gleich nochmal? Scharen von Männern ziehen betrunken auf ihren Fahrrädern umher und feiern ihr Mannsein? Das geht doch auch anders, dachten wir und luden Männer und Frauen gleichermaßen zur Abschleif-Kollektiv-Performance ein. So kamen viele tolle Menschen zu uns in den Garten gepilgert.

Rost frei! …und Spaß dabei.

Da alle Anwesenden von Metall und dem Korrosionsprodukt, das aus Eisen durch Oxidation mit Sauerstoff entsteht, eine andere Ahnung hatten, wurde heiß darüber diskutiert, welche die günstigste Herangehensweise sei.

Sollten wir oberflächlichen Rost dran lassen, da Rost eine Schutzschicht sein könnte? Oder doch lieber alles gründlich abschleifen? Schleifen wir mit Drahtbürsten und Sandpapier oder doch ohrenbetäubend, mit der Kraft der Maschinen? Benutzen wir die Magie von Rostumwandler oder ist diesem schwarzen Zauber nicht zu trauen und wir grundieren und lackieren doch lieber fachmännisch?

Dem Männertag würden komplizierte Fachsimpeleien und das Brüllen der Maschinen sicher einen angemessenen Schliff geben. Doch wir ließen es entspannt angehen und wollten unsere eigene Kraft einsetzen. Wir schliffen erst den Rost mit Drahtbürsten ab – alles, egal ob Flugrost, Lochrost, wenig Rost, viel Rost, Rostrost. Dann gingen wir noch einmal mit Sandpapier über raue Flächen und Kanten.

Das Alter des Materials und seine Stärke wurde für uns dadurch spürbar. Dies war der erste Schritt der Verwandlung des 40 Jahre alten DDR-Fortschritt-Anhängers in unser neues Zuhause.

Vielen Dank an die fleißigen Helfer und Ratgeber!

 

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